Transparenz12. November 20256 min

Warum Logistikkosten so intransparent sind – und was dagegen hilft

Frachtrechnung erhalten, Betrag gezahlt, weiter. So sieht die Realität in vielen Unternehmen aus. Doch hinter jeder Zeile steckt ein Preismodell, das kaum jemand versteht.

von Hilmar-Josef Plump

Das Problem mit der Black Box

Jedes Unternehmen das Waren verschickt kennt das Spiel: Man erhält eine Frachtrechnung, prüft ob der Gesamtbetrag ungefähr stimmt, und bucht die Zahlung ab. Was genau dahinter steckt – Zoneneinteilungen, Gewichtsstaffeln, Treibstoffzuschläge, Spitzenzeitzuschläge – bleibt weitgehend unklar.

Das ist kein Zufall. Carrier-Preismodelle sind von Natur aus komplex, und diese Komplexität arbeitet zu Gunsten des Carriers. Wer nicht versteht was er zahlt, kann es nicht verhandeln.

Drei Gründe für die Intransparenz

1. Zuschläge als Blackbox

Ein typischer Paketpreis setzt sich aus dem Basispreis, einer Zonenpauschale, einem Gewichtszuschlag, einem Treibstoffzuschlag, einem Hochsaisonzuschlag und – je nach Sendung – einem Dutzend weiterer Positionen zusammen. Für eine einzelne Sendung sind leicht 8–12 Kostenkomponenten relevant. Über tausende Sendungen pro Monat summiert sich das zu einem kaum nachvollziehbaren Dschungel.

2. Unterschiedliche Verträge pro Carrier

Wer mit mehreren Carriern arbeitet, hat mit jedem einen individuellen Tarif verhandelt. Diese Tarife sind in PDFs oder Excel-Tabellen dokumentiert, die sich regelmäßig ändern. Den aktuellen Ist-Tarif jederzeit parat zu haben, ist schon eine Leistung – ihn mit den tatsächlichen Rechnungen abzugleichen, übersteigt bei vielen Unternehmen die Kapazitäten.

3. Keine einheitliche Datengrundlage

Frachtdaten liegen oft in verschiedenen Systemen: dem ERP, dem Versandportal des Carriers, dem internen Excel. Eine Gesamtsicht entsteht selten – und wenn, dann nur mit manuellem Aufwand.

Was echte Transparenz bedeutet

Echte Kostentransparenz bedeutet nicht, dass man einmal im Quartal einen Bericht bekommt. Es bedeutet, dass man für jede einzelne Sendung genau weiß: Welcher Carrier hat welchen Preis berechnet, warum, und ob das korrekt ist.

Genau das ist die Grundlage für informierte Carrier-Entscheidungen – und für substantielle Einsparungen. Unternehmen die ihre Frachtkosten auf dieser Ebene verstehen, sparen im Durchschnitt 15–25% ihrer Logistikkosten, allein durch bessere Verhandlung und korrekte Rechnungsprüfung.

Der erste Schritt

Der erste Schritt ist Datenverfügbarkeit. Alle Frachtdaten müssen in einem einheitlichen Format vorliegen, bevor man sie analysieren kann. Bei Procure360 beginnen wir genau hier: Wir importieren eure bestehenden Rechnungsdaten, harmonisieren sie – und liefern innerhalb weniger Tage die erste vollständige Analyse eurer Frachtkosten.

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