DPD, GLS und FedEx für Druckereien: Wann lohnt sich der Wechsel?
Jenseits von DHL und UPS gibt es Alternativen, die für Druckbetriebe in bestimmten Segmenten deutliche Kostenvorteile bieten können. Ein nüchterner Blick auf die Stärken und Schwächen.
von Bernd Plump
Nicht jeder Carrier passt zu jedem Versandprofil
Die meisten Druckereien haben DHL oder UPS als Hauptcarrier – und eine zweite Option für Spezialfälle. Das ist historisch gewachsen, nicht strategisch optimiert. In der Praxis zeigt sich: Für bestimmte Sendungssegmente können DPD, GLS oder FedEx deutliche Kostenvorteile bieten.
Welcher das ist, hängt stark vom eigenen Versandprofil ab. Pauschalaussagen helfen hier wenig – entscheidend ist die Simulation auf Basis echter Sendungsdaten.
DPD: Stark im B2B-Inland, flexible Gewichtsklassen
DPD hat sich in den letzten Jahren als ernstzunehmender Carrier für B2B-Sendungen in Deutschland positioniert. Die Stärken:
Gewichtsklassen: DPD hat bei mittleren Gewichten (5–20 kg) oft attraktivere Staffelpreise als DHL. Für Druckereien mit vielen Sendungen in diesem Segment kann das relevant sein.
Zuschlagsstruktur: Die Treibstoffzuschlag-Systematik von DPD ist transparenter als bei manchen Wettbewerbern. Die Sätze werden monatlich angepasst und sind auf der DPD-Website einsehbar.
Schwäche: Für Express-Sendungen und Sendungen in abgelegene Regionen (Zone 5/6) ist DPD im Vergleich zu DHL oft teurer.
GLS: Die Kostenführer-Option für Standard-B2B
GLS ist für viele Druckereien die günstigste Option im Standard-B2B-Bereich – wenn das Versandprofil passt. GLS funktioniert am besten für:
Die Preisvorteile gegenüber DHL können im Standard-B2B-Bereich 8–15% betragen. Allerdings hat GLS ein schmaleres Netz für Abholung und punktgenaue Zeitfenster.
FedEx: Die Spezial-Option für internationalen Versand
FedEx ist für rein innerdeutschen Versand selten die günstigste Option. Interessant wird FedEx für Druckereien die regelmäßig in die USA, nach Großbritannien oder nach Asien versenden. Im internationalen Express-Bereich sind FedEx-Tarife oft wettbewerbsfähiger als DHL International.
Die richtige Methodik für die Entscheidung
Keiner dieser Carrier ist generell besser oder schlechter. Die Frage ist immer: Was würde dieser Carrier für unsere spezifischen Sendungen des letzten Jahres berechnen?
Das ist die Simulation, die Procure360 durchführt. Das Ergebnis ist keine allgemeine Einschätzung, sondern eine konkrete Zahl: "Mit DPD für Sendungen im Gewichtsbereich 5–15 kg Inland hätten Sie im letzten Jahr X Euro weniger gezahlt." Auf dieser Basis lässt sich eine rationale Carrier-Strategie entwickeln.
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